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Zeit Sie kennenzulernen: Fragen zu Person und Charakter

Erzählen Sie mir etwas über sich!

Diese Aufforderung gehört zu den „Fragen“, bei denen sich der Bewerber nicht sicher sein kann, ob er die „richtige“ Antwort gibt, und ist damit einer der komplizierteren Punkte im Gespräch.

Vielleicht ist der Wunsch des Interviewers, der Kandidat möge etwas über sich zu erzählen, auch eine der Fragen, die Sie schon im Voraus nervös machen. Gleichzeitig wird Ihnen hier aber, wie bei kaum einer anderen Frage, die Möglichkeit geboten, sich von Ihrer besten Seite zu präsentieren. Idealerweise sind Sie vorbereitet. Die Bitte ist weder außergewöhnlich, noch sonderlich einfallsreich, wird aber häufig und gerne gestellt. Denkt man allerdings in dem Moment, in dem man am Telefon damit konfrontiert ist, das erste Mal über eine gute Antwort nach, kann einen das durchaus auch ins Straucheln bringen. Deshalb ist es sicher sinnvoll, sich bereits im Vorhinein Gedanken über mögliche Ansätze zu machen.

Der bzw. die Interviewführende zielt mit der Bitte, der Bewerber solle von sich erzählen, vor allem auf die möglichen Alleinstellungsmerkmale ab, die sich aus den bisher abgegebenen Unterlagen nicht erschlossen haben. Es bietet sich hier also die Gelegenheit, sich aus der Masse aller Kandidaten abzuheben. Gleichzeitig versucht er oder sie, eine Einschätzung über Ihren Charakter zu gewinnen. Deshalb sollten Sie sich überlegen, welche Anforderungen das Unternehmen auf diesem Feld an Sie haben könnte. Bewerten Sie in der Vorbereitung das Aufgabenfeld der zu besetzenden Stelle also auch nach charakterlichen Kriterien, und überlegen Sie sich, wie sich diese mit Ihren Kompetenzen überschneiden. Beispielsweise ist bei der Besetzung von Führungspositionen der Charakter der Bewerber ein wichtiger Faktor.

Überlegen Sie sich, wie die Hierarchie des Arbeitgebers aufgebaut ist, und an welcher Stelle die Position, um die Sie sich beworben haben, steht. Wie viel Verantwortung tragen Sie, wie zeigt Sich diese und welche charakterlichen Eigenschaften sind hier von Bedeutung?

Als direkter Vorgesetzter einer Gruppe von Mitarbeitern beispielsweise, müssen Sie eine Reihe von Kompetenzen mitbringen. Dazu gehört nicht nur Entscheidungsstärke und zielorientiertes Handeln, sondern auch Empathiegefühl und die Fähigkeit, auch für andere ein produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.

In einem anderen Beispiel bewerben Sie sich um einen Posten, bei dem Öffentlichkeitsarbeit eine Ihrer Kernaufgaben ist; Sie müssen also das Unternehmen repräsentieren können. Finden Sie Argumente, die für Sie sprechen, betonen Sie beispielsweise Ihre Eloquenz, bleiben Sie dabei aber, und das kann nicht oft genug betont werden, immer authentisch. Veranschaulichen Sie Ihre Fähigkeiten anhand von kleinen Beispielen: „Schon in der Schule war ich immer einer der ersten, die vorgeschickt wurden, wenn es darum ging, ein gemeinsames Projekt zu präsentieren.

Im Gegensatz zu vielen Mitschülern war es mir nie unangenehm, vor vielen Menschen sprechen zu müssen. Ich wurde mehrfach zum Klassensprecher gewählt, und war auch in der Schülermitverwaltung über mehrere Jahre aktiv. So konnte ich schon früh erste Erfahrungen sammeln, was es heißt, sein Lern- bzw. Arbeitsumfeld aktiv mitzugestalten. Dort habe ich das erste Mal gemerkt, wie sehr mir solche Arbeit liegt.“ Oder: „Eine meiner großen Leidenschaften ist das Fußballspielen. Als klassischer 10er spiele ich in meiner Hobbymannschaft auf einer Position, die auch Spielmacher genannt wird. Teamwork, Übersicht und Koordination sind auch hier sehr wichtig. Ich denke, dass ich auch durch den Sport gelernt habe, mit Verantwortung umzugehen und ich es geschafft habe, vieles, was ich dort mitnehmen konnte, auch auf mein Berufsleben zu übertragen.“

Denken Sie auch daran, nicht nur zu erzählen, was Sie alles machen oder gemacht haben, sondern auch warum. Wenn Sie an dieser Stelle also auf Ihren Werdegang eingehen, haben Sie hier die Chance, den bloßen Fakten, die der Interviewer Ihrem Lebenslauf entnehmen kann, Begründungen hinzuzufügen. Nutzen Sie also auch die Möglichkeit, Jobwechsel zu begründen oder zu erzählen, warum Sie nach dem Abitur ein halbes Jahr alleine mit dem Rucksack gereist sind, was Sie dazu motiviert hat und was Sie dabei gelernt haben. Wenn Ihr Gesprächspartner Ihre Beweggründe nachvollziehen kann, macht Sie das sympathisch. Auch die zwischenmenschliche Ebene ist hier also von Bedeutung. Machen Sie sich das zu nutzen! Seien Sie sympathisch!

Sie müssen vor dieser Aufforderung also keine Angst haben. Viel besser ist, sie als eine wertvolle Chance betrachten, die Sie nutzen können und sollten.

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